Tour von der Po-Ebene bei Novara durch das Valsesia bis an den Fuss des Monte Rosa. Die SP299 führt entlang des Flusses Sesia durch ursprüngliche Walser-Dörfer ins Hochgebirge.
Diese 108 Kilometer lange Tour beginnt in Novara und führt nordwärts ins Valsesia, einem der ursprünglichsten Alpentäler Norditaliens. Die Route folgt überwiegend der Provinzstrasse SP299, die als gut asphaltierte Bergstrasse durch das gesamte Tal verläuft.
Die ersten Kilometer durch die piemontesische Ebene dienen dem Warmfahren. Ab Serravalle Sesia beginnt die eigentliche Talfahrt entlang des Flusses Sesia. Der Strassenbelag ist durchgehend in gutem Zustand, die Sichtweiten sind überwiegend gut. Die Strecke weist rund 25 Kehren auf und ist mit mittlerem Schwierigkeitsgrad einzustufen.
Bei Varallo Sesia empfiehlt sich ein kurzer Stopp. Der Sacro Monte di Varallo, seit 2003 UNESCO-Welterbe, thront über der Stadt. Die Anlage umfasst 44 Kapellen mit über 800 lebensgrossen Statuen und gilt als ältester Sacro Monte Italiens, gegründet 1491.
Nach Varallo wird das Tal enger. Die Strasse führt durch die Orte Balmuccia, Scopello und Campertogno – allesamt geprägt von traditioneller Walser-Architektur mit Holzhäusern und Steinmauern. Der Fluss Sesia begleitet die Route durchgehend. Zwischen Scopa und Scopello finden Wassersportler zahlreiche Rafting-Möglichkeiten. Bei Piode lohnt ein Blick auf den "Salto di Piode", eine Kaskade, die von der Brücke aus beobachtet werden kann.
Eine lohnende Abzweigung führt nach Rassa, ein kleines Walser-Dorf, das sich um zwei Brücken über den Torrente Sorba gruppiert.
Das Ziel Alagna Valsesia liegt auf 1.191 Metern Höhe am Südfuss des Monte Rosa, dem zweithöchsten Bergmassiv der Alpen. Der Ort wurde im 12. Jahrhundert von Walsern besiedelt und bewahrt bis heute seine authentische Architektur. Von hier starten die Seilbahnen ins Skigebiet Monterosa Ski. Alagna ist zudem Ausgangspunkt für die Capanna Regina Margherita, die mit 4.554 Metern höchste Schutzhütte Europas.
Der Verkehr ist unter der Woche moderat. An Wochenenden und in der Skisaison kann es dichter werden. Die Strecke eignet sich für alle Motorradtypen und erfordert keine besondere Geländegängigkeit. Die Höhendifferenz beträgt rund 1.000 Meter. Im oberen Talabschnitt sind Felssicherungen und Galerien vorhanden. Die Landschaft wechselt von Ebene über bewaldete Hänge zu alpinem Gelände mit Blick auf Viertausender.
Start
Q8
Ziel
Frazione Ponte