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Von den Bergen ans Meer – Basilikata-Motorradtour von Potenza nach Maratea

142 km Distanz
2:22 h Ungefähre Zeit
794 Kurven (52% / 48%)

Streckendetails

Von den Höhen der lukanischen Berge führt diese kurvige Strecke durch einsame Täler und dramatische Schluchten bis an die glitzernde Küste von Maratea. Eine Tour voller Kontraste, bei der sich Bergwelt und Mittelmeer auf engstem Raum begegnen.

Diese rund 143 Kilometer lange Motorradtour beginnt in Potenza, der höchstgelegenen Regionalhauptstadt Italiens, und endet an der tyrrhenischen Küste im malerischen Maratea. Dazwischen liegt eine der ursprünglichsten und überraschendsten Landschaften Süditaliens – die Basilikata, eine Region, die vielen Reisenden noch weitgehend unbekannt ist.

Der Start am Stadtrand von Potenza auf rund 800 Metern Höhe gibt bereits den Ton vor: Hier oben ist die Luft klar, die Blicke weit und die Strasse angenehm frei. Über die Sellata-Passstrasse (SP5) geht es sogleich hinauf in die bewaldeten Höhen des Appennino Lucano. Dichte Buchenwälder säumen die Strasse, die sich in sauberen Kurven durch die Berge windet. Im Frühling blühen hier wilde Orchideen am Strassenrand, im Herbst leuchtet das Laub in allen Schattierungen von Gold bis Feuerrot.

Bei Marsico Nuovo öffnet sich das Tal des Agri, einer der grossen Flusslandschaften der Basilikata. Hier wechselt die Szenerie: Statt dichtem Wald dominieren nun offene Hügellandschaften, Olivenhaine und kleine Dörfer, die seit Jahrhunderten wie Adlerhorste an den Berghängen kleben. Die Luft riecht nach wildem Thymian und Rosmarin. Wer einen Moment innehält, hört nichts ausser Vogelgezwitscher und dem fernen Läuten einer Kirchenglocke.

Das Val d'Agri selbst ist eine grüne Oase inmitten der kargen Bergwelt. Der Stausee Lago del Pertusillo schimmert türkis zwischen den Hügeln – ein perfekter Ort für eine kurze Rast mit Blick aufs Wasser. Weiter südlich wird die Landschaft wieder wilder. Die Strasse schlängelt sich durch das Gebiet des Pollino-Nationalparks, einem der grössten Schutzgebiete Italiens. Hier stehen uralte Schlangenhautkiefern (Pinus heldreichii), die über 1000 Jahre alt werden können – lebende Zeitzeugen einer längst vergangenen Epoche.

Der letzte Abschnitt der Tour ist der dramatischste. In einer Folge von Serpentinen und Tunneln fällt die Strasse über 800 Höhenmeter ab, während sich vor den Augen das Tyrrhenische Meer immer weiter öffnet. Der Übergang von der Bergwelt zum Mittelmeer vollzieht sich so abrupt, dass er fast unwirklich erscheint. Plötzlich duftet es nach Salzluft und Oleander, die Farben wechseln von Waldgrün zu Meeresblau.

Maratea selbst ist ein Juwel: Der kleine Küstenort mit seinen weissen Häusern, versteckten Buchten und der monumentalen Christusstatue auf dem Monte San Biagio bietet einen würdigen Abschluss für eine Tour, die in jeder Hinsicht das Beste der Basilikata zeigt – von den stillen Bergen bis zum leuchtenden Meer.

Start

Via Rifreddo

Ziel

Via Porto Arenile

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